PROJECT
Menschliche Orientierung
Wirklichkeit • Wissen • Ordnung
Human Orientation
Reality • Knowledge • Order
Orientation humaine
Réalité • Savoir • Ordre
جهت‌یابی انسان
نظم • دانش • واقعیت

Grundlagen menschlicher Orientierung und normativer Ordnungsbildung

MERCI untersucht mehrsprachig und interdisziplinär die Grundlagen menschlicher Orientierung und normativer Ordnungsbildung aus relationaler und erkenntnistheoretischer Perspektive. Dabei werden Begriffe, Wissenssysteme und ihre Relationen rekonstruiert, auf ihre Voraussetzungen geprüft und in ihrer Entstehung, Stabilität und Veränderbarkeit untersucht.

Die Erkenntnisse können zur Weiterentwicklung von Theorien, Methoden und Anwendungen in Themenfeldern wie Kommunikationstheorie, Selbst-, Struktur- und Systementwicklung, Wissensmanagement sowie Führung und Pädagogik beitragen.

Ausgangspunkte sind etablierte Annahmen - zum Beispiel, dass Sprache nicht lediglich der Übertragung von Wissen dient, sondern an dessen Konstruktion und Strukturierung beteiligt ist. Begriffe, Entitäten, Unterscheidungen und Relationen bilden dabei kein isoliertes Nebeneinander, sondern sind in Wissenssysteme eingebunden, deren Kohärenz wesentlich durch die Beziehungen zwischen ihren Elementen getragen wird. Die Stabilität von Kognitionen, Vorstellungen und Bewertungen wird deshalb nicht allein durch ihren Inhalt bestimmt. Sie entsteht durch ihre Position innerhalb eines Wissenssystems und durch die Relationen, die sie mit anderem Wissen verbinden.

Foundations of Human Orientation and the Formation of Normative Order

MERCI investigates, across languages and disciplines, the foundations of human orientation and the formation of normative order from relational and epistemological perspectives. In doing so, concepts, knowledge systems, and their relations are reconstructed, examined with regard to their presuppositions, and investigated in terms of their emergence, stability, and capacity for change.

The findings can contribute to the further development of theories, methods, and applications in fields such as communication theory, the development of the self, structures, and systems, knowledge management, as well as leadership and education.

The points of departure are established assumptions—for example, that language does not merely serve to transmit knowledge but is involved in its construction and structuring. Concepts, entities, distinctions, and relations do not form an isolated juxtaposition, but are embedded in knowledge systems whose coherence is substantially sustained by the relations between their elements. The stability of cognitions, conceptions, and evaluations is therefore not determined solely by their content. It arises from their position within a knowledge system and from the relations that connect them with other knowledge.

Fondements de l’orientation humaine et de la formation de l’ordre normatif

MERCI étudie, dans une perspective multilingue et interdisciplinaire, les fondements de l’orientation humaine et de la formation de l’ordre normatif sous des perspectives relationnelle et épistémologique. Dans ce cadre, les concepts, les systèmes de connaissances et leurs relations sont reconstruits, examinés quant à leurs présupposés et étudiés dans leur émergence, leur stabilité et leur capacité de transformation.

Les connaissances ainsi acquises peuvent contribuer au développement des théories, des méthodes et des applications dans des domaines tels que la théorie de la communication, le développement de soi, des structures et des systèmes, la gestion des connaissances, ainsi que la direction et la pédagogie.

Les points de départ sont des hypothèses établies — par exemple, que le langage ne sert pas seulement à transmettre des connaissances, mais participe à leur construction et à leur structuration. Les concepts, les entités, les distinctions et les relations ne constituent pas une juxtaposition isolée, mais s’inscrivent dans des systèmes de connaissances dont la cohérence repose dans une large mesure sur les relations entre leurs éléments. La stabilité des cognitions, des représentations et des évaluations n’est donc pas déterminée uniquement par leur contenu. Elle résulte de leur position au sein d’un système de connaissances et des relations qui les relient à d’autres connaissances.

مبانی جهت‌گیری انسانی و شکل‌گیری نظم هنجاری

MERCI به‌صورت چندزبانه و میان‌رشته‌ای، مبانی جهت‌گیری انسانی و شکل‌گیری نظم هنجاری را از منظرهای رابطه‌ای و معرفت‌شناختی بررسی می‌کند. در این چارچوب، مفاهیم، نظام‌های دانش و روابط میان آن‌ها بازسازی می‌شوند، پیش‌فرض‌هایشان مورد بررسی قرار می‌گیرد و چگونگی شکل‌گیری، ثبات و تغییرپذیری آن‌ها مطالعه می‌شود.

یافته‌های حاصل می‌توانند به توسعهٔ بیشتر نظریه‌ها، روش‌ها و کاربردها در حوزه‌هایی مانند نظریهٔ ارتباطات، توسعهٔ خود، ساختار و سیستم، مدیریت دانش، و نیز رهبری و آموزش کمک کنند.

نقطهٔ آغاز، فرض‌های تثبیت‌شده‌ای است؛ برای مثال، این فرض که زبان صرفاً برای انتقال دانش به کار نمی‌رود، بلکه در ساخت و ساختاربندی آن نیز نقش دارد. مفاهیم، موجودیت‌ها، تمایزها و روابط، مجموعه‌ای از عناصر منفرد و کنار هم قرارگرفته نیستند، بلکه در نظام‌های دانش جای دارند که انسجام آن‌ها تا حد زیادی بر روابط میان عناصرشان استوار است. ازاین‌رو، ثبات شناخت‌ها، تصورات و ارزیابی‌ها تنها بر اساس محتوای آن‌ها تعیین نمی‌شود. این ثبات از جایگاه آن‌ها درون یک نظام دانش و از روابطی پدید می‌آید که آن‌ها را به دانش‌های دیگر پیوند می‌دهند.

Interaktiv: drehen & zoomen Interactive: rotate & zoom Interactif: tourner & zoomer تعاملی: چرخاندن و بزرگ‌نمایی

Die Forschung an den Grundlagen von Wissen, Orientierung und Ordnung folgt also Zusammenhängen, die nicht immer mit fachlichen und methodischen Grenzen übereinstimmen. Wo übliche methodische Zugänge solche Zusammenhänge nicht hinreichend erfassen, wird in diesem Projekt der Rahmen der Untersuchung punktuell und zweckgebunden geöffnet oder verschoben.

Relationen bilden dabei einen zentralen Gegenstand der Arbeit. Sie werden nicht allein als bestehende Verbindungen zwischen Elementen eines Wissenssystems betrachtet. Untersucht werden auch ihre Entstehung, ihre Eigenschaften und ihre Wirkungsweise: unter welchen Bedingungen Relationen entstehen, wodurch sie bestimmt werden und wie sie auf die beteiligten Elemente und deren Position innerhalb eines Wissenssystems wirken.

Das Projekt geht dabei offen damit um, prinzipiell auch selbst Forschungsgegenstand sein zu müssen. Indem es seine eigenen Begriffe, Unterscheidungen und Ordnungen immer wieder betrachtet, unterliegt auch der Forschungsprozess den Bedingungen, die er untersucht. Er stellt damit jene alltäglichen Aufgaben der menschlichen Orientierung, Entwicklung und Veränderung zugleich an sich selbst: Zusammenhänge herstellen, Unterschiede erkennen, Wissen ordnen und Verständigung ermöglichen. Mehrsprachigkeit und der konsequente Blick auf Relationen machen dabei neue Unterschiede und Gemeinsamkeiten sichtbar. Dass sich der Forschungsprozess immer wieder auf sich selbst zurückbezieht, wird nicht als methodisches Hindernis verstanden, sondern bewusst als Merkmal des Forschungsweges einbezogen.

Einladung

MERCI ist ein offener Forschungsraum, um die strukturellen Voraussetzungen für interdisziplinäre Arbeit an grundlegenden Fragen menschlicher Orientierung und normativer Ordnung zu schaffen.

Die Breite und Komplexität des Themenfeldes eröffnet die Möglichkeit, abgegrenzte Fragestellungen eigenständig zu verfolgen und zugleich in einen größeren Forschungszusammenhang einzuordnen. Forschungsfragen, Zusammenhänge und Ergebnisse stehen dabei nicht im Voraus fest. Sie entstehen in eigenständigen, miteinander verbundenen Forschungsvorhaben und werden über deren Grenzen hinweg zueinander in Beziehung gesetzt.

Art und Umfang der Beteiligung können sich nach den eigenen Interessen, Zielsetzungen und Möglichkeiten richten – von gemeinsamer Begriffsarbeit und fachlichem Austausch über eigenständige Forschungsarbeiten bis zur Entwicklung gemeinsamer Projekte sowie technischer oder methodischer Werkzeuge.

Für die mehrsprachige Zusammenarbeit ist wichtig, dass mindestens zwei der vier Arbeitssprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Farsi) verwendet werden können.

Research into the foundations of knowledge, orientation, and order therefore follows connections that do not always coincide with disciplinary and methodological boundaries. Where established methodological approaches do not adequately capture such connections, the scope of the investigation in this project is selectively and purposefully opened or shifted.

Relations constitute a central subject of the work. They are not regarded solely as existing connections between elements of a knowledge system. Their emergence, their properties, and the way they operate are also investigated: under what conditions relations arise, what determines them, and how they affect the elements involved and their position within a knowledge system.

The project openly acknowledges that, in principle, it must itself also be a subject of research. By repeatedly examining its own concepts, distinctions, and orders, the research process itself is subject to the conditions it investigates. It thereby also confronts itself with those everyday tasks of human orientation, development, and change: establishing connections, recognising differences, ordering knowledge, and enabling mutual understanding. Multilingualism and the consistent focus on relations reveal new differences and commonalities. The fact that the research process repeatedly refers back to itself is not understood as a methodological obstacle, but is consciously incorporated as a characteristic of the research process.

Invitation

MERCI is an open research space for creating the structural conditions for interdisciplinary work on fundamental questions of human orientation and normative order.

The breadth and complexity of the field provide the opportunity to pursue clearly delimited questions independently while at the same time situating them within a broader research context. Research questions, connections, and findings are not predetermined. They emerge through independent, interconnected research projects and are related to one another across the boundaries of those projects.

The nature and extent of participation can be guided by individual interests, objectives, and possibilities—from collaborative work on concepts and disciplinary exchange to independent research, the development of joint projects, and technical or methodological tools.

For multilingual collaboration, it is important to be able to use at least two of the four working languages (German, English, French, and Farsi).

La recherche sur les fondements du savoir, de l’orientation et de l’ordre suit donc des relations qui ne coïncident pas toujours avec les frontières disciplinaires et méthodologiques. Lorsque les approches méthodologiques usuelles ne permettent pas de saisir suffisamment ces relations, le cadre de l’étude est, dans ce projet, ponctuellement et en fonction de l’objectif poursuivi, ouvert ou déplacé.

Les relations constituent à cet égard un objet central du travail. Elles ne sont pas considérées uniquement comme des liens existants entre les éléments d’un système de connaissances. Leur émergence, leurs propriétés et leur mode d’action sont également étudiés : dans quelles conditions les relations apparaissent, par quoi elles sont déterminées et comment elles agissent sur les éléments concernés ainsi que sur leur position au sein d’un système de connaissances.

Le projet assume ouvertement qu’il doit, en principe, pouvoir être lui-même objet de recherche. En examinant régulièrement ses propres concepts, distinctions et ordres, le processus de recherche est lui aussi soumis aux conditions qu’il étudie. Il s’applique ainsi également à lui-même ces tâches quotidiennes de l’orientation, du développement et du changement humains : établir des relations, reconnaître des différences, ordonner le savoir et permettre la compréhension mutuelle. Le multilinguisme et l’attention constante portée aux relations rendent alors visibles de nouvelles différences et de nouveaux points communs. Le fait que le processus de recherche se rapporte régulièrement à lui-même n’est pas considéré comme un obstacle méthodologique, mais est consciemment intégré comme une caractéristique de la démarche de recherche.

Invitation

MERCI est un espace de recherche ouvert visant à créer les conditions structurelles nécessaires à un travail interdisciplinaire sur les questions fondamentales de l’orientation humaine et de l’ordre normatif.

L’étendue et la complexité du champ thématique offrent la possibilité de poursuivre de manière autonome des questions délimitées tout en les inscrivant dans un contexte de recherche plus large. Les questions de recherche, les relations et les résultats ne sont pas déterminés à l’avance. Ils émergent dans le cadre de projets de recherche autonomes et interconnectés et sont mis en relation les uns avec les autres au-delà des limites de ces projets.

La nature et l’étendue de la participation peuvent s’adapter aux intérêts, aux objectifs et aux possibilités de chacun — du travail collectif sur les concepts et des échanges disciplinaires aux travaux de recherche autonomes, jusqu’au développement de projets communs ainsi que d’outils techniques ou méthodologiques.

Pour la collaboration multilingue, il est important de pouvoir utiliser au moins deux des quatre langues de travail (allemand, anglais, français et farsi).

پژوهش دربارهٔ مبانی دانش، جهت‌گیری و نظم، ازاین‌رو روابطی را دنبال می‌کند که همیشه با مرزهای تخصصی و روش‌شناختی منطبق نیستند. هرجا رویکردهای روش‌شناختی متعارف نتوانند چنین روابطی را به‌اندازهٔ کافی دربرگیرند، چارچوب پژوهش در این پروژه به‌صورت موردی و متناسب با هدف، گشوده یا جابه‌جا می‌شود.

روابط در این میان یکی از موضوعات محوری کار را تشکیل می‌دهند. آن‌ها صرفاً به‌عنوان پیوندهای موجود میان عناصر یک نظام دانش در نظر گرفته نمی‌شوند. چگونگی شکل‌گیری، ویژگی‌ها و نحوهٔ اثرگذاری آن‌ها نیز بررسی می‌شود: اینکه روابط تحت چه شرایطی شکل می‌گیرند، چه چیزی آن‌ها را تعیین می‌کند و چگونه بر عناصر درگیر و جایگاه آن‌ها درون یک نظام دانش اثر می‌گذارند.

پروژه آشکارا می‌پذیرد که اصولاً خود نیز باید بتواند موضوع پژوهش باشد. با بررسی مکرر مفاهیم، تمایزها و نظم‌های خود، فرایند پژوهش نیز تابع همان شرایطی است که بررسی می‌کند. به این ترتیب، همان وظایف روزمرهٔ جهت‌گیری، توسعه و تغییر انسانی را هم‌زمان در مورد خود نیز به کار می‌گیرد: برقراری روابط، تشخیص تفاوت‌ها، نظم‌دادن به دانش و امکان‌پذیر ساختن فهم متقابل. چندزبانگی و توجه مستمر به روابط، تفاوت‌ها و وجوه مشترک تازه‌ای را آشکار می‌کنند. اینکه فرایند پژوهش بارها به خود ارجاع می‌دهد، نه به‌عنوان مانعی روش‌شناختی، بلکه آگاهانه به‌عنوان یکی از ویژگی‌های مسیر پژوهش در نظر گرفته می‌شود.

دعوت

MERCI یک فضای پژوهشی باز برای ایجاد پیش‌شرط‌های ساختاریِ کار میان‌رشته‌ای دربارهٔ پرسش‌های بنیادیِ جهت‌گیری انسانی و نظم هنجاری است.

گستردگی و پیچیدگی این حوزهٔ موضوعی امکان می‌دهد پرسش‌های مشخص و محدودشده به‌طور مستقل دنبال شوند و هم‌زمان در یک زمینهٔ پژوهشی گسترده‌تر جای گیرند. پرسش‌های پژوهشی، روابط و نتایج از پیش تعیین نشده‌اند. آن‌ها در طرح‌های پژوهشی مستقل و به‌هم‌پیوسته شکل می‌گیرند و فراتر از مرزهای این طرح‌ها با یکدیگر در رابطه قرار داده می‌شوند.

نوع و میزان مشارکت می‌تواند متناسب با علایق، اهداف و امکانات فردی باشد — از کار مشترک بر روی مفاهیم و تبادل تخصصی گرفته تا پژوهش‌های مستقل و توسعهٔ پروژه‌های مشترک و نیز ابزارهای فنی یا روش‌شناختی.

برای همکاری چندزبانه، مهم است که بتوان دست‌کم از دو زبان از چهار زبان کاری (آلمانی، انگلیسی، فرانسوی و فارسی) استفاده کرد.

Philosophische Arbeitsrunde

Gemeinsam Begriffe prüfen, Voraussetzungen hinterfragen und neue Unterscheidungen entwickeln.

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Die philosophische Arbeitsrunde bietet Raum für eine offene, fachübergreifende Auseinandersetzung mit den grundlegenden Fragen von MERCI. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestätigung bestehender Positionen, sondern deren gemeinsame Prüfung und Weiterentwicklung.

Was Du davon hast

  • vertiefte Auseinandersetzung mit erkenntnistheoretischen und philosophischen Grundfragen
  • Erprobung eigener Begriffe und theoretischer Positionen an einem interdisziplinären Gegenstand
  • Zugang zu Perspektiven außerhalb des eigenen Fachgebiets
  • gemeinsame Entwicklung neuer Fragestellungen und begrifflicher Werkzeuge
  • Impulse für die eigene Forschung, Lehre oder wissenschaftliche Arbeit

Die Arbeitsrunde ist als eigenständiger Austausch angelegt und setzt keine langfristige Mitarbeit voraus.

Wissenschaftliche Beratung

Eine fachliche Perspektive auf einen abgegrenzten Teil des Forschungsraums einbringen.

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Wissenschaftliche Beratung ermöglicht es, einzelne Annahmen, Begriffe, Methoden oder Forschungsfragen aus der Perspektive eines bestimmten Fachgebiets zu prüfen. Die Beteiligung kann punktuell erfolgen und orientiert sich am jeweiligen fachlichen Interesse.

Was Du davon hast

  • Einbringen der eigenen Expertise in einen neuen Forschungszusammenhang
  • Erschließung interdisziplinärer Anschlussmöglichkeiten
  • Anregungen für die eigene Forschung und fachliche Diskussion
  • Sichtbarkeit der eigenen Perspektive in einem offenen wissenschaftlichen Kontext
  • Möglichkeit, aus dem Austausch eigenständige Forschungsfragen oder Kooperationen zu entwickeln

Im Vordergrund steht ein fachlicher Austausch mit begrenztem und transparentem Aufwand.

Abschlussarbeit

Eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit innerhalb eines vorbereiteten Forschungsrahmens entwickeln.

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MERCI bietet mögliche Fragestellungen und Projektkontexte, die sich für Bachelor-, Master- oder vergleichbare wissenschaftliche Arbeiten eignen können. Die konkrete Bearbeitung erfolgt eigenständig und in Abstimmung mit einer fachlich zuständigen Hochschule.

Was Du davon hast

  • Bearbeitung einer eigenständigen Forschungsfrage mit gesellschaftlicher und theoretischer Relevanz
  • Zugang zu einem bereits entwickelten, zugleich offenen Forschungsrahmen
  • Möglichkeit zur Verbindung mehrsprachiger, qualitativer, philosophischer oder interdisziplinärer Perspektiven
  • Entwicklung eines eigenen wissenschaftlichen Beitrags
  • gegebenenfalls Anschluss an weiterführende Forschung, Publikationen oder Kooperationen

MERCI stellt dabei keine akademische Betreuung oder Prüfungsleistung bereit. Diese erfolgt über die jeweils zuständige Hochschule.

Forschungskooperation

Gemeinsam ein eigenständiges wissenschaftliches Vorhaben entwickeln und bearbeiten.

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Eine Forschungskooperation verbindet den Forschungsrahmen von MERCI mit den fachlichen Interessen und Kompetenzen einer Person, Arbeitsgruppe oder Institution. Gegenstand und Umfang der Zusammenarbeit werden gemeinsam bestimmt.

Was Du davon hast

  • Entwicklung neuer Forschungsfragen an der Schnittstelle mehrerer Fachgebiete
  • Zugang zu einem offenen, bereits strukturierten Forschungszusammenhang
  • Möglichkeit gemeinsamer Workshops, Studien, Publikationen oder Folgeprojekte
  • Erschließung neuer wissenschaftlicher Netzwerke und Kooperationspartner
  • Perspektive auf weiterführende institutionelle oder drittmittelfinanzierte Vorhaben

Die Kooperation ist nicht auf die Übernahme des Gesamtprojekts ausgerichtet. Sie kann sich auf einen eigenständigen und klar begrenzten Teilbereich konzentrieren.

Technische / methodische Mitarbeit

Werkzeuge, Modelle und Verfahren für die Untersuchung und Darstellung relationaler Wissensstrukturen entwickeln.

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MERCI bietet auch Anknüpfungspunkte für Menschen, deren Schwerpunkt in Modellierung, Informatik, Datenstrukturen, Visualisierung, qualitativer Methodik oder der Entwicklung wissenschaftlicher Werkzeuge liegt.

Was Du davon hast

  • Anwendung und Weiterentwicklung eigener technischer oder methodischer Kompetenzen an einem ungewöhnlichen Forschungsgegenstand
  • Entwicklung von Modellen, Prototypen oder Verfahren mit wissenschaftlichem Anschluss
  • Verbindung technischer und geistes-, sozial- oder erkenntniswissenschaftlicher Perspektiven
  • Möglichkeit, eigene Forschungs- oder Entwicklungsfragen einzubringen
  • Aufbau von Ergebnissen, die sowohl für MERCI als auch für die eigene wissenschaftliche oder berufliche Arbeit relevant sein können

Die technische oder methodische Mitarbeit kann eigenständig erfolgen, ohne dass eine Beteiligung an den philosophischen oder theoretischen Arbeitsrunden erforderlich ist.

Philosophical Working Group

Examine concepts together, question presuppositions, and develop new distinctions.

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The philosophical working group provides a space for open, interdisciplinary engagement with the fundamental questions of MERCI. The focus is not on confirming existing positions, but on examining and further developing them together.

What you gain from it

  • in-depth engagement with fundamental epistemological and philosophical questions
  • testing your own concepts and theoretical positions against an interdisciplinary subject
  • access to perspectives beyond your own field
  • joint development of new research questions and conceptual tools
  • impulses for your own research, teaching, or academic work

The working group is conceived as an independent exchange and does not require long-term participation.

Scientific Consultation

Contribute a disciplinary perspective on a delimited part of the research space.

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Scientific consultation makes it possible to examine individual assumptions, concepts, methods, or research questions from the perspective of a particular field. Participation can be occasional and is guided by the respective disciplinary interest.

What you gain from it

  • contributing your own expertise to a new research context
  • exploring possibilities for interdisciplinary connections
  • stimuli for your own research and disciplinary discussion
  • visibility for your own perspective within an open academic context
  • the opportunity to develop independent research questions or collaborations from the exchange

The focus is on disciplinary exchange with a limited and transparent commitment of time and effort.

Thesis

Develop an independent academic study within a prepared research framework.

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MERCI offers potential research questions and project contexts that may be suitable for bachelor's, master's, or comparable academic theses. The specific work is carried out independently and in coordination with the academically responsible university.

What you gain from it

  • working on an independent research question of societal and theoretical relevance
  • access to an already developed yet open research framework
  • the opportunity to combine multilingual, qualitative, philosophical, or interdisciplinary perspectives
  • developing an academic contribution of your own
  • where appropriate, connections to further research, publications, or collaborations

MERCI does not provide academic supervision or assessment. These are provided by the respective responsible university.

Research Collaboration

Jointly develop and carry out an independent research project.

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A research collaboration combines MERCI's research framework with the disciplinary interests and competencies of an individual, working group, or institution. The subject and scope of the collaboration are determined jointly.

What you gain from it

  • developing new research questions at the intersection of several disciplines
  • access to an open, already structured research context
  • the possibility of joint workshops, studies, publications, or follow-up projects
  • access to new academic networks and collaboration partners
  • prospects for further institutional or externally funded projects

The collaboration is not intended to involve taking over the project as a whole. It can focus on an independent and clearly delimited area.

Technical / Methodological Collaboration

Develop tools, models, and procedures for investigating and representing relational knowledge structures.

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MERCI also offers points of connection for people whose focus lies in modelling, computer science, data structures, visualisation, qualitative methodology, or the development of scientific tools.

What you gain from it

  • applying and further developing your own technical or methodological competencies in relation to an unusual research subject
  • developing models, prototypes, or procedures with academic relevance
  • connecting technical perspectives with those from the humanities, social sciences, or epistemology
  • the opportunity to contribute your own research or development questions
  • developing results that may be relevant both to MERCI and to your own academic or professional work

Technical or methodological collaboration can take place independently, without requiring participation in the philosophical or theoretical working groups.

Groupe de travail philosophique

Examiner ensemble les concepts, interroger les présupposés et développer de nouvelles distinctions.

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Le groupe de travail philosophique offre un espace de réflexion ouverte et interdisciplinaire sur les questions fondamentales de MERCI. Il ne s'agit pas de confirmer des positions existantes, mais de les examiner et de les développer ensemble.

Ce que vous en retirez

  • approfondissement des questions fondamentales d’épistémologie et de philosophie
  • mise à l’épreuve de vos propres concepts et positions théoriques à partir d’un objet interdisciplinaire
  • accès à des perspectives extérieures à votre propre domaine
  • développement conjoint de nouvelles questions de recherche et de nouveaux outils conceptuels
  • impulsions pour vos propres recherches, enseignements ou travaux scientifiques

Le groupe de travail est conçu comme un échange autonome et ne suppose pas de participation à long terme.

Conseil scientifique

Apporter une perspective disciplinaire sur une partie délimitée de l’espace de recherche.

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Le conseil scientifique permet d’examiner certaines hypothèses, certains concepts, certaines méthodes ou questions de recherche du point de vue d’un domaine particulier. La participation peut être ponctuelle et s’orienter en fonction de l’intérêt disciplinaire concerné.

Ce que vous en retirez

  • apport de votre propre expertise dans un nouveau contexte de recherche
  • exploration de possibilités de connexion interdisciplinaires
  • pistes de réflexion pour vos propres recherches et discussions disciplinaires
  • visibilité de votre propre perspective dans un contexte scientifique ouvert
  • possibilité de développer, à partir de l’échange, des questions de recherche autonomes ou des coopérations

L’accent est mis sur un échange disciplinaire impliquant un investissement limité et transparent.

Travail de fin d’études

Développer un travail scientifique autonome dans un cadre de recherche préparé.

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MERCI propose des questions et des contextes de projet susceptibles de convenir à des travaux de bachelor, de master ou à des travaux scientifiques comparables. Le travail concret est réalisé de manière autonome et en coordination avec l’établissement d’enseignement supérieur compétent sur le plan scientifique.

Ce que vous en retirez

  • traitement d’une question de recherche autonome présentant une pertinence sociale et théorique
  • accès à un cadre de recherche déjà développé tout en restant ouvert
  • possibilité d’associer des perspectives multilingues, qualitatives, philosophiques ou interdisciplinaires
  • développement d’une contribution scientifique propre
  • le cas échéant, ouverture vers des recherches ultérieures, des publications ou des coopérations

MERCI n’assure ni encadrement académique ni évaluation. Ceux-ci relèvent de l’établissement d’enseignement supérieur compétent.

Coopération de recherche

Développer et mener conjointement un projet scientifique autonome.

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Une coopération de recherche associe le cadre de recherche de MERCI aux intérêts disciplinaires et aux compétences d’une personne, d’un groupe de travail ou d’une institution. L’objet et l’étendue de la collaboration sont déterminés conjointement.

Ce que vous en retirez

  • développement de nouvelles questions de recherche à l’interface de plusieurs disciplines
  • accès à un contexte de recherche ouvert et déjà structuré
  • possibilité d’organiser conjointement des ateliers, études, publications ou projets ultérieurs
  • accès à de nouveaux réseaux scientifiques et partenaires de coopération
  • perspective de projets institutionnels ou financés par des fonds externes

La coopération ne vise pas la prise en charge de l’ensemble du projet. Elle peut se concentrer sur un domaine autonome et clairement délimité.

Collaboration technique / méthodologique

Développer des outils, des modèles et des procédures pour l’étude et la représentation de structures relationnelles de connaissances.

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MERCI offre également des points de connexion aux personnes dont le domaine principal se situe dans la modélisation, l’informatique, les structures de données, la visualisation, la méthodologie qualitative ou le développement d’outils scientifiques.

Ce que vous en retirez

  • application et développement de vos propres compétences techniques ou méthodologiques à un objet de recherche inhabituel
  • développement de modèles, de prototypes ou de procédures présentant une pertinence scientifique
  • mise en relation de perspectives techniques avec celles des sciences humaines, sociales ou épistémologiques
  • possibilité d’apporter vos propres questions de recherche ou de développement
  • développement de résultats susceptibles d’être pertinents tant pour MERCI que pour votre propre travail scientifique ou professionnel

La collaboration technique ou méthodologique peut s’effectuer de manière autonome, sans qu’une participation aux groupes de travail philosophiques ou théoriques soit nécessaire.

گروه کاری فلسفی

بررسی مشترک مفاهیم، پرسش از پیش‌فرض‌ها و توسعهٔ تمایزهای جدید.

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گروه کاری فلسفی فضایی برای پرداختنِ باز و میان‌رشته‌ای به پرسش‌های بنیادی MERCI فراهم می‌کند. محور کار نه تأیید مواضع موجود، بلکه بررسی و توسعهٔ مشترک آن‌هاست.

آنچه از آن به دست می‌آورید

  • پرداختن عمیق‌تر به پرسش‌های بنیادی معرفت‌شناختی و فلسفی
  • آزمودن مفاهیم و مواضع نظری خود در ارتباط با یک موضوع میان‌رشته‌ای
  • دسترسی به دیدگاه‌هایی خارج از حوزهٔ تخصصی خود
  • توسعهٔ مشترک پرسش‌های پژوهشی جدید و ابزارهای مفهومی
  • ایده‌ها و انگیزه‌هایی برای پژوهش، تدریس یا فعالیت علمی خود

این گروه کاری به‌عنوان فضایی مستقل برای تبادل نظر طراحی شده است و مستلزم همکاری بلندمدت نیست.

مشاورهٔ علمی

ارائهٔ یک دیدگاه تخصصی دربارهٔ بخشی مشخص و محدود از فضای پژوهش.

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مشاورهٔ علمی امکان بررسی فرض‌ها، مفاهیم، روش‌ها یا پرسش‌های پژوهشی مشخص را از منظر یک حوزهٔ تخصصی معین فراهم می‌کند. مشارکت می‌تواند به‌صورت موردی انجام شود و بر اساس علاقهٔ تخصصی مربوط شکل گیرد.

آنچه از آن به دست می‌آورید

  • به‌کارگیری تخصص خود در یک زمینهٔ پژوهشی جدید
  • کشف امکان‌های پیوند میان‌رشته‌ای
  • ایده‌هایی برای پژوهش و بحث تخصصی خود
  • دیده‌شدن دیدگاه خود در یک زمینهٔ علمی باز
  • امکان توسعهٔ پرسش‌های پژوهشی مستقل یا همکاری‌ها بر پایهٔ این تبادل

تمرکز بر تبادل تخصصی با میزان تلاش محدود و شفاف است.

پایان‌نامه

توسعهٔ یک کار علمی مستقل در چارچوب پژوهشی آماده‌شده.

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MERCI پرسش‌های احتمالی و زمینه‌های پروژه‌ای را ارائه می‌دهد که می‌توانند برای پایان‌نامه‌های کارشناسی، کارشناسی ارشد یا کارهای علمی مشابه مناسب باشند. انجام مشخص کار به‌صورت مستقل و با هماهنگی دانشگاهی که از نظر تخصصی مسئول است صورت می‌گیرد.

آنچه از آن به دست می‌آورید

  • پرداختن به یک پرسش پژوهشی مستقل با اهمیت اجتماعی و نظری
  • دسترسی به چارچوب پژوهشی‌ای که از پیش توسعه یافته و در عین حال باز است
  • امکان پیوند دادن دیدگاه‌های چندزبانه، کیفی، فلسفی یا میان‌رشته‌ای
  • توسعهٔ یک سهم علمی مستقل
  • در صورت اقتضا، امکان پیوند با پژوهش‌های بعدی، انتشارات یا همکاری‌ها

MERCI نظارت دانشگاهی یا ارزیابی امتحانی ارائه نمی‌کند. این موارد از طریق دانشگاه مسئول مربوط انجام می‌شوند.

همکاری پژوهشی

توسعه و اجرای مشترک یک طرح علمی مستقل.

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یک همکاری پژوهشی، چارچوب پژوهشی MERCI را با علایق تخصصی و توانمندی‌های یک فرد، گروه کاری یا نهاد پیوند می‌دهد. موضوع و دامنهٔ همکاری به‌صورت مشترک تعیین می‌شوند.

آنچه از آن به دست می‌آورید

  • توسعهٔ پرسش‌های پژوهشی جدید در محل تلاقی چند حوزهٔ تخصصی
  • دسترسی به یک زمینهٔ پژوهشی باز و از پیش ساختاریافته
  • امکان برگزاری مشترک کارگاه‌ها، مطالعات، انتشارات یا پروژه‌های بعدی
  • دسترسی به شبکه‌های علمی و شرکای همکاری جدید
  • چشم‌انداز طرح‌های آتی نهادی یا تأمین‌شده از منابع مالی بیرونی

هدف این همکاری بر عهده گرفتن کل پروژه نیست. همکاری می‌تواند بر یک حوزهٔ مستقل و به‌روشنی محدودشده متمرکز باشد.

همکاری فنی / روش‌شناختی

توسعهٔ ابزارها، مدل‌ها و روش‌هایی برای بررسی و بازنمایی ساختارهای رابطه‌ای دانش.

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MERCI همچنین امکان‌هایی برای پیوند با افرادی فراهم می‌کند که تمرکز آن‌ها بر مدل‌سازی، علوم رایانه، ساختارهای داده، بصری‌سازی، روش‌شناسی کیفی یا توسعهٔ ابزارهای علمی است.

آنچه از آن به دست می‌آورید

  • به‌کارگیری و توسعهٔ بیشتر توانمندی‌های فنی یا روش‌شناختی خود در ارتباط با یک موضوع پژوهشی نامتعارف
  • توسعهٔ مدل‌ها، نمونه‌های اولیه یا روش‌هایی با قابلیت پیوند علمی
  • پیوند دادن دیدگاه‌های فنی با دیدگاه‌های علوم انسانی، اجتماعی یا معرفت‌شناختی
  • امکان مطرح کردن پرسش‌های پژوهشی یا توسعه‌ای خود
  • ایجاد نتایجی که بتوانند هم برای MERCI و هم برای فعالیت علمی یا حرفه‌ای خودتان مرتبط باشند

همکاری فنی یا روش‌شناختی می‌تواند به‌صورت مستقل انجام شود، بدون آنکه مشارکت در گروه‌های کاری فلسفی یا نظری ضروری باشد.

Arbeitsweise

Ein Forschungsvorhaben beginnt mit einem Gegenstand, einer Beobachtung oder einer übergeordneten Fragestellung. In seiner Entstehungsphase wird dieser Ausgangspunkt aus unterschiedlichen Perspektiven erschlossen und in mehrere miteinander verbundene Untersuchungsstränge aufgefächert. Aus ihnen wird das jeweilige Projekt mit konkrete Forschungsfragen und geeignete Formen ihrer Bearbeitung entwickelt. Diese Auffächerung ergibt sich aus dem jeweiligen Gegenstand und orientiert sich an den grundlegenden Merkmalen der Arbeitsweise.

Interdisziplinär: Das Projekt arbeitet philosophisch in der Klärung seiner Grundlagen und mit wissenschaftlichen Bezug in der systematischen, kritischen und interdisziplinären Untersuchung seiner Gegenstände. Auch die Definition und Abgrenzung von Arbeitsbegriffen unterliegt der jeweiligen fachlichen Disziplin.

Mulitlingual: Die Arbeit findet multilingual statt. Unterschiedliche Sprachen werden nicht lediglich als Übertragungsmedien verwendet, sondern als eigenständige Bedingungen und Ausdrucksformen von Wissen berücksichtigt. Ziel ist es, sprachliche Besonderheiten sichtbar zu machen, ohne die untersuchten Strukturen auf kulturelle oder nationale Unterschiede zu reduzieren. Das Projekt ist daher ausdrücklich nicht international oder interkulturell im Sinne eines Vergleichs nationaler oder kultureller Ordnungen. Die Mehrsprachigkeit findet in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Anwendung: Von der alltäglichen Kommunikation in Projekten bis hin zu vollständig parallelisierten Begriffsarbeit.

Relational: Die Gegenstände werden nicht isoliert oder ausschließlich in linearer Abfolge betrachtet, sondern in ihren Beziehungen und wechselseitigen Bedingungen. Weder in der Arbeit, noch in ihrer Dokumentation soll lineare Reihenfolge eine ontologische oder sachliche Rangordnung erzeugen. Die Reihenfolge der Darstellung soll dabei nicht mit einer sachlichen Gewichtung der untersuchten Elemente verwechselt werden.

Grenzüberschreitend: Das Projekt hinterfragt auch die begrifflichen, methodischen und disziplinären Grenzen, innerhalb derer Wissen üblicherweise erzeugt und geordnet wird. Die verwendeten Werkzeuge und Voraussetzungen werden dabei selbst zum Gegenstand kritischer Prüfung.

Integrativ: Das Projekt zielt nicht auf die Bewertung oder Kritik bestehender Orientierungs- und Ordnungsstrukturen, sondern auf das Verständnis ihrer funktionalen Bedingungen. Hinterfragung soll Zusammenhänge sichtbar machen, ohne ihre Elemente zu bewerten oder aus ihrem Zusammenhang zu lösen.

Rekursiv: Die Forschung unterliegt selbst den Bedingungen, die sie untersucht. Ihre Begriffe, Unterscheidungen, Bewertungen und Schlussfolgerungen sind daher nicht vollständig außerhalb des Untersuchungsgegenstandes positioniert. Dies gilt für Forschung allgemein; für dieses Projekt wird es jedoch selbst zum Gegenstand der Betrachtung, weil die Relationen, mit denen es arbeitet, zugleich zu den Relationen gehören, die es untersucht. Die Reflexion der eigenen Arbeitsweise ist deshalb kein nachträglicher Kontrollschritt, sondern Bestandteil der Arbeitsweise selbst und mündet in der Frage, ob die Anwendung der eigenen Erkenntnisse die Untersuchung verändert.

Working Method

A research project begins with a subject, an observation, or an overarching research question. In its formative phase, this point of departure is explored from different perspectives and differentiated into several interconnected strands of investigation. From these, the respective project is developed with specific research questions and suitable forms for addressing them. This differentiation arises from the respective subject and is guided by the fundamental characteristics of the working method.

Interdisciplinary: The project works philosophically in clarifying its foundations and with reference to scientific disciplines in the systematic, critical, and interdisciplinary investigation of its subjects. The definition and delimitation of working concepts are also subject to the respective disciplinary field.

Multilingual: The work is conducted multilingually. Different languages are not used merely as media for transmission, but are taken into account as distinct conditions and forms of expression of knowledge. The aim is to make linguistic particularities visible without reducing the structures under investigation to cultural or national differences. The project is therefore explicitly not international or intercultural in the sense of comparing national or cultural orders. Multilingualism is applied differently in different areas: from everyday communication within projects to fully parallelised work on concepts.

Relational: The subjects are not considered in isolation or exclusively in linear sequence, but in terms of their relations and reciprocal conditions. Neither in the work itself nor in its documentation should linear sequence create an ontological or substantive hierarchy. The order of presentation should therefore not be confused with a substantive weighting of the elements under investigation.

Transboundary: The project also questions the conceptual, methodological, and disciplinary boundaries within which knowledge is commonly produced and ordered. The tools and presuppositions employed thereby themselves become subjects of critical examination.

Integrative: The project does not aim to evaluate or criticise existing structures of orientation and order, but to understand their functional conditions. Questioning is intended to make connections visible without evaluating their elements or detaching them from their context.

Recursive: The research is itself subject to the conditions it investigates. Its concepts, distinctions, evaluations, and conclusions are therefore not positioned entirely outside the subject of investigation. This applies to research in general; for this project, however, it itself becomes a subject of examination because the relations with which it works are at the same time among the relations it investigates. Reflection on its own working method is therefore not a subsequent control step, but part of the working method itself, and leads to the question of whether applying its own findings changes the investigation.

Mode de travail

Un projet de recherche commence par un objet, une observation ou une question de recherche générale. Dans sa phase de formation, ce point de départ est exploré selon différentes perspectives et déployé en plusieurs axes d’investigation interconnectés. À partir de ceux-ci, le projet concerné est développé avec des questions de recherche concrètes et des formes appropriées pour les traiter. Ce déploiement découle de l’objet concerné et s’oriente selon les caractéristiques fondamentales du mode de travail.

Interdisciplinaire : Le projet procède philosophiquement dans la clarification de ses fondements et en référence aux disciplines scientifiques dans l’étude systématique, critique et interdisciplinaire de ses objets. La définition et la délimitation des concepts de travail relèvent également de la discipline concernée.

Multilingue : Le travail s’effectue de manière multilingue. Les différentes langues ne sont pas utilisées uniquement comme moyens de transmission, mais sont prises en compte comme des conditions et des formes d’expression propres du savoir. L’objectif est de rendre visibles les particularités linguistiques sans réduire les structures étudiées à des différences culturelles ou nationales. Le projet n’est donc expressément ni international ni interculturel au sens d’une comparaison entre des ordres nationaux ou culturels. Le multilinguisme trouve des applications différentes selon les domaines : de la communication quotidienne au sein des projets jusqu’à un travail sur les concepts entièrement mené en parallèle.

Relationnel : Les objets ne sont pas considérés isolément ni exclusivement selon une succession linéaire, mais à travers leurs relations et leurs conditions réciproques. Ni dans le travail ni dans sa documentation, l’ordre linéaire ne doit produire de hiérarchie ontologique ou factuelle. L’ordre de présentation ne doit donc pas être confondu avec une pondération factuelle des éléments étudiés.

Transfrontalier : Le projet interroge également les frontières conceptuelles, méthodologiques et disciplinaires à l’intérieur desquelles le savoir est habituellement produit et ordonné. Les outils et les présupposés utilisés deviennent ainsi eux-mêmes objets d’un examen critique.

Intégratif : Le projet ne vise pas à évaluer ou à critiquer les structures existantes d’orientation et d’ordre, mais à comprendre leurs conditions fonctionnelles. Le questionnement doit rendre visibles les relations sans évaluer leurs éléments ni les détacher de leur contexte.

Récursif : La recherche est elle-même soumise aux conditions qu’elle étudie. Ses concepts, distinctions, évaluations et conclusions ne sont donc pas entièrement positionnés en dehors de l’objet de l’étude. Cela vaut pour la recherche en général ; dans ce projet, toutefois, ce fait devient lui-même objet d’examen, car les relations avec lesquelles il travaille font simultanément partie des relations qu’il étudie. La réflexion sur son propre mode de travail n’est donc pas une étape de contrôle a posteriori, mais fait partie intégrante du mode de travail lui-même et conduit à la question de savoir si l’application de ses propres connaissances modifie l’étude.

شیوهٔ کار

یک طرح پژوهشی با یک موضوع، یک مشاهده یا یک پرسش پژوهشی کلی آغاز می‌شود. در مرحلهٔ شکل‌گیری، این نقطهٔ آغاز از منظرهای مختلف بررسی و به چند مسیر پژوهشیِ به‌هم‌پیوسته تفکیک می‌شود. از دل این مسیرها، پروژهٔ مربوط با پرسش‌های پژوهشی مشخص و شیوه‌های مناسب برای بررسی آن‌ها توسعه می‌یابد. این تفکیک از موضوع مورد نظر ناشی می‌شود و بر اساس ویژگی‌های بنیادی شیوهٔ کار جهت می‌گیرد.

میان‌رشته‌ای: پروژه در روشن‌سازی مبانی خود به‌صورت فلسفی عمل می‌کند و در بررسی نظام‌مند، انتقادی و میان‌رشته‌ای موضوعات خود به حوزه‌های علمی مربوط ارجاع دارد. تعریف و تحدید مفاهیم کاری نیز تابع رشتهٔ تخصصی مربوط است.

چندزبانه: کار به‌صورت چندزبانه انجام می‌شود. زبان‌های مختلف صرفاً به‌عنوان ابزار انتقال به کار نمی‌روند، بلکه به‌عنوان شرایط و صورت‌های مستقلِ بیان دانش در نظر گرفته می‌شوند. هدف، آشکار ساختن ویژگی‌های زبانی است، بدون آنکه ساختارهای مورد بررسی به تفاوت‌های فرهنگی یا ملی فروکاسته شوند. ازاین‌رو، پروژه صراحتاً بین‌المللی یا بین‌فرهنگی به معنای مقایسهٔ نظم‌های ملی یا فرهنگی نیست. چندزبانگی در حوزه‌های مختلف کاربردهای متفاوتی دارد: از ارتباطات روزمره در پروژه‌ها تا کار بر روی مفاهیم که به‌طور کامل و موازی انجام می‌شود.

رابطه‌ای: موضوعات نه به‌صورت منفرد و نه صرفاً در توالی خطی بررسی می‌شوند، بلکه در روابط و شرایط متقابلشان مورد توجه قرار می‌گیرند. نه در خود کار و نه در مستندسازی آن، توالی خطی نباید سلسله‌مراتبی هستی‌شناختی یا موضوعی ایجاد کند. بنابراین، ترتیب ارائه نباید با وزن‌دهی موضوعی به عناصر مورد بررسی اشتباه گرفته شود.

فراتر از مرزها: پروژه همچنین مرزهای مفهومی، روش‌شناختی و رشته‌ای را که دانش معمولاً در چارچوب آن‌ها تولید و سامان‌دهی می‌شود، مورد پرسش قرار می‌دهد. ابزارها و پیش‌فرض‌های مورد استفاده نیز خود به موضوع بررسی انتقادی تبدیل می‌شوند.

یکپارچه‌نگر: هدف پروژه ارزیابی یا نقد ساختارهای موجودِ جهت‌گیری و نظم نیست، بلکه فهم شرایط کارکردی آن‌هاست. پرسشگری باید روابط را آشکار سازد، بدون آنکه عناصر آن‌ها را ارزیابی کند یا از زمینهٔ ارتباطی‌شان جدا سازد.

بازگشتی: پژوهش خود تابع شرایطی است که آن‌ها را بررسی می‌کند. ازاین‌رو، مفاهیم، تمایزها، ارزیابی‌ها و نتیجه‌گیری‌های آن کاملاً خارج از موضوع پژوهش قرار ندارند. این امر در مورد پژوهش به‌طور کلی صدق می‌کند؛ بااین‌حال، در این پروژه خود به موضوع بررسی تبدیل می‌شود، زیرا روابطی که پروژه با آن‌ها کار می‌کند، هم‌زمان جزو روابطی هستند که آن‌ها را بررسی می‌کند. تأمل دربارهٔ شیوهٔ کار خود، بنابراین، مرحله‌ای کنترلی پس از انجام پژوهش نیست، بلکه بخشی از خودِ شیوهٔ کار است و به این پرسش منتهی می‌شود که آیا به‌کارگیری یافته‌های خودِ پژوهش، بررسی را تغییر می‌دهد.

Fragen & Antworten

Fragen nach Wissen, Normativität, sozialer Ordnung, Technik, Sprache, Anerkennung, Macht oder kultureller Stabilisierung haben tatsächlich jeweils eigene, umfangreiche Forschungstraditionen.

MERCI interessiert sich insbesondere für die Übergänge zwischen Orientierung, Wissen, Geltung, Ordnung und Verbindlichkeit. Dabei werden bestehende Positionen nicht als Bausteine einer vorab festgelegten Theorie zusammengefügt, sondern daraufhin untersucht, welche Beziehungen zwischen ihnen tatsächlich bestehen, welche Wirkung diese Beziehungen haben und wo dabei offene Grundlagenfragen entstehen: Was wird sichtbar, wenn diese Phänomene gezielt über ihre Relationen zueinander betrachtet werden?

Neuheit bedeutet nicht, dass zuvor niemand einen einzelnen Gedanken dazu formuliert hat. Eine wissenschaftlich interessante Fragestellung kann auch darin liegen, bekannte Phänomene in eine neue Relation zu setzen oder eine bislang getrennte Grenze als Untersuchungsgegenstand zu wählen. Ein Beispiel ist die Frage: Was geschieht, wenn ein orientierendes Wissen seinen eigenen Geltungsbereich überschreitet? Damit wird nicht behauptet, dass Normativität, Macht oder Wissen bisher unerforscht seien. Die Frage richtet sich auf den Übergang: Wie wird aus einer Orientierung eines Subjekts eine Orientierung für ein anderes? Wann wird aus Geltung Verbindlichkeit? Welche Rolle spielen Anerkennung, Stabilisierung und Durchsetzung? Und was verändert sich, wenn eine betroffene Person die betreffende Ordnung anerkennt bzw. nicht anerkennt?

MERCI sucht damit nicht nach einer neuen Antwort auf jede bestehende Einzelfrage, sondern nach dem Zusammenhang, in dem diese Fragen überhaupt miteinander relevant werden.

Nein. MERCI beansprucht nicht, bestehende Forschungsfelder zu widerlegen oder ihre Ergebnisse durch eine neue Gesamttheorie zu ersetzen. Eine Frage lautet vielmehr, unter welchen Bedingungen eine Aussage ihren eigenen Geltungsbereich überschreitet.
Das betrifft auch das MERCI Projekt selbst. Wenn MERCI beispielsweise untersucht, wie Wissen Ordnungen stabilisieren kann, darf daraus nicht unmittelbar die Behauptung werden, dass dies die Erklärung menschlicher Ordnung sei. Das Projekt macht deshalb seine eigenen Aussagen ebenfalls zum Gegenstand der Untersuchung. MERCI versucht nicht, eine letzte Ordnung zu setzen.

Das Projekt untersucht, wie Ordnungen entstehen, stabil werden und ihren Geltungsbereich verändern können. Durch seine Rekursion untersucht das Projekt weiter, inwieweit Forschung selbst diesem Zusammenhang unterliegt.

In konvetioneller Arbeitsweise entstehen „völlig verschiedene Themen“ durch Fokus und Abgrenzung. Eine Öffnung der Abgrenzung führt dann zu einem „Mangel an Koordination“.

MERCI nutzt eine relationsorientierte Arbeitsweise, bei der nicht der bereits abgegrenzte Gegenstand, sondern die anschlussfähige Relation den Ausgangspunkt der Untersuchung bildet. Das Projekt verändert damit die Reihenfolge, in der Gegenstand und Relation wissenschaftlich bestimmt werden. So entstehen Fragen wie: Was macht eine Relation überhaupt disziplinübergreifend anschlussfähig? Welche Wirkung hat die Relation auf das Wissenssystem?

Beispiel: Umweltschutz und Umweltbewusstsein umfassen Wissensbereiche wie Biologie, Chemie, Moral, Verantwortung, Zukunft, Sicherheit uvm. MERCI hinterfragt dabei nicht die Inhalte der einzelnen Fachbereiche, sondern untersucht die bewusste und unbewusste Wirkungsweise ihres relationalen Zusammenhangs auf das Wissen und damit deren Bedeutung für die Kohärenz und Stabilisierung des Wissenssystems.

Auch die Widerlegung der Grundannahmen stellt einen vollen Erfolg mit wissenschaftlicher Relevanz - über das Projekt hinaus - dar.

MERCI versteht seine Ausgangspunkte nicht als vorweggenommene Wahrheiten, sondern als untersuchbare Annahmen. Eine Hypothese wie „Orientierendes Wissen kann seinen eigenen Geltungsbereich überschreiten“ muss daher ebenso auf Gegenbeispiele stoßen dürfen wie die Vermutung, dass eine solche Überschreitung spezifisch menschlich sein könnte.

Das Projekt gewinnt nicht dadurch an Wert, dass seine Ausgangsgedanken bestätigt werden. Es gewinnt dadurch, dass Unterscheidungen belastbarer werden, Beziehungen sichtbar werden und Annahmen ernsthaften Prüfung unterliegen.

Ja, die Komplexität, die aus den Relationen zwischen unterschiedlichen Wissensbereichen entsteht, stellt selbst eine Herausforderung dar: für die Forschung ebenso wie für die öffentliche Diskussion und für die persönliche, menschliche Orientierung. Im Ersten kann die Komplexitätshürde gar direkt als Stabilisator des Wissens wahrgenommen werden. Um Fragestellungen bearbeiten zu können, müssen sie deshalb in der Regel abgegrenzt werden.

Beispiel: Eine wissenschaftliche Untersuchung des Todes kann medizinische, technische, moralische, gesellschaftliche, religiöse, emotionale oder organisatorische Aspekte betrachten. Jede dieser Perspektiven schafft die notwendige Begrenzung, um einen bestimmten Zusammenhang überhaupt untersuchen zu können. Doch die Abgrenzung einer Betrachtung bedeutet nicht, dass die weiteren Betrachtungen für das Wissen über den Gegenstand bedeutungslos werden. Der Tod bleibt derselbe Gegenstand, auch wenn unterschiedliche Wissenssysteme unterschiedliche Relationen zu ihm herstellen. Verschiedene Entitäten können jeweils eigenständige Ordnungen bilden, sich dennoch gegenseitig beeinflussen, voraussetzen oder widersprechen und zeitgleich für ein Wissenssytem wirksam sein.

Hier setzt MERCI an: Das Projekt untersucht nicht, welche dieser Perspektiven die richtige ist. Es untersucht die Relationen zwischen den Perspektiven und die Art, wie ihre Abgrenzung zugleich zur Stabilisierung von Wissenssystemen beiträgt. Die Abgrenzung ermöglicht Spezialisierung und Bearbeitbarkeit. Die Relation zwischen dem Abgegrenzten macht sichtbar, dass kein Wissensbereich seinen Gegenstand vollständig für sich besitzt. MERCI betrachtet daher nicht die Vielfalt der Perspektiven als ein Problem, das aufgelöst werden muss, sondern als eine strukturelle Eigenschaft menschlicher Wissensordnung, die verstanden werden kann.

Damit eine Relation betrachtet werden kann, müssen die Bereiche, zwischen denen sie besteht, zunächst unterscheidbar sein.

MERCI nutzt deshalb bestehende Fachbereiche als Abgrenzungen, richtet den Fokus aber nicht auf deren gesamte Inhalte, sondern auf ihren unversellen Kern und ihre Relationen. Dabei entsteht eine andere Form der Betrachtung: Während die fachliche Perspektive ihren Gegenstand innerhalb eines abgegrenzten Bereichs untersucht, betrachtet MERCI, was zwischen abgegrenzten Bereichen anschlussfähig ist und wie diese Relationen zur Ordnung von Wissen beitragen. Die Fachbereiche bilden damit nicht das Ziel der Betrachtung, sondern die Voraussetzung dafür, die Relation sichtbar und untersuchbar zu machen.

Das ist keine Frage, die MERCI umgehen kann. Bereits die Auswahl einer Relation ist eine Form der Orientierung und damit selbst Teil des Untersuchungsgegenstands.
MERCI setzt deshalb nicht voraus, dass relevante Relationen objektiv gegeben oder beliebig auswählbar sind. Eine Relation wird zunächst als Untersuchungsannahme gesetzt und anschließend daraufhin untersucht, welche Entitäten und Wissensbereiche sie tatsächlich verbindet, welche Anschlussfähigkeit besteht und welche Wirkung sie auf die beteiligten Wissenssysteme hat. Damit unterliegt auch die Auswahl der Relation der rekursiven Betrachtung: Die Methode untersucht nicht nur Relationen, sondern auch die Bedingungen, unter denen eine Relation als relevant erkannt und zum Gegenstand der Untersuchung gemacht wird.

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